Bericht von Erik Wassenich vom 01.09.2007 aus Rjasan

9. September 2007

Nach einem langen, warmen Sommer mit Höchsttemperaturen von 35 Grad ist es jetzt kühler geworden, rechtzeitig für den Schulanfang. Heute werden die Erstklässler willkommen geheissen.
Die Stadt, mit Hilfe von “Rjasan Oblast Gubernator Spack“, hat jetzt mit einer Stadtverschönerungsaktion begonnen. Obwohl man zur Zeit nur aufgerissene Bürgersteige und Parkanlagen sieht, sollen die Bürgersteige mit Platten, die Parkanlagen mit fertigem, gerolltem Gras versehen werden. Der Gubernator versprach auch, dass die „berüchtigten Schlaglöcher“ der Stadt verschwinden werden. Wir werdens sehen!
Der warme Sommer war sehr gut für die vielen Gärtner von Rjasan. Viel Gemüse und Obst wird geerntet, es ist ein gutes Jahr für Äpfel. Besonders die älteren Gärtner verkaufen die Früchte ihrer Gärten und Arbeit auf den vielen Märkten der Stadt. Früh am Morgen kommen auch viele von den Dörfern mit Gemüse und Früchten, aber auch mit Behältern voll von Beeren und Pilzen, die sie an den Vortagen in den Wäldern sammelten. Schon ab 5 Uhr früh findet man die Gärtner mit ihren Waren in der Stadt. Wir kaufen hauptsächlich von diesen Leuten, weil sie das Geld brauchen, aber auch, weil Gemüse und Obst sehr frisch ist.
Viele Familien in der Stadt und hauptsächlich in den Dörfern halten Ziegen und Kühe. Auch sie verkaufen ihre Milchprodukte in der Stadt. Die meisten Kühe- und Ziegenbesitzer haben keine Weiden. Die Dorfbewohner melken am Morgen die Tiere, dann öffnen sie die Stalltüren und lassen die Tiere raus. Die Kühe eines Dorfes, zum Beispiel, treffen sich in der Mitte des Dorfes, dann ziehen sie los in die Wälder, wo sie Futter finden. Sie kennen die Umgebung, wissen, wo es das beste Gras gibt. Sie haben auch einen feinen Sinn für Zeit, denn jeden Nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr kommen sie wieder zurück, jedes Tier zum eigenen Stall. Das ist nicht nur das Besondere der Tierhaltung in Rjasan, es ist typisch für ganz Russland, vom Norden bis zum Süden, ausser Kühen und Ziegen auch Schafe, Esel, Pferde – nur keine Schweine, die könnten die Wälder zu verlockend finden und sich dort heimisch machen.

Erik Wassenich

Hallo Welt!

7. Juli 2006

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